Mittwoch, 21. Januar 2009

Posthume Ehrung

Die neu gegründete Blogbibliothek ehrt unseren resident poet Fred Kapinski – der sich natürlich bester Gesundheit erfreut, nur dieser Blog hier, na ja, riecht schon ein bißchen.

Freitag, 10. Oktober 2008

Petit Comeback

Wahrscheinlich gab's in München nirgendwo ein so schönes, wie preiswertes Angebot französischer Bücher wie in unserem Guerilla-Store. Nun, die Reste sind allesamt zurück in Frankfurt. Aber bei mir daheim liegt noch eine schöne Auswahl französischsprachiger Literatur, teils Lieblingsautoren wie Philippe Djian, Virginie Despentes oder Fréderic Beigbeder oder Bücher aus meiner Zeit als Kleinstverleger, eben die französischen Titel, die mir Pariser Verlage zur Übersetzung ins Deutsche anbot. Und dann natürlich noch eine Menge Politliteratur aus den siebziger und achtziger Jahren: Von Action directe bis zum Palais du Luxembourg. Genug Titel, um morgen am Bücherflohmarkt des französischen Gymnasiums teilzunehmen. Die Association Démocratique des Français de Munich lädt dazu Samstag nachmittag von 14 bis 17 Uhr ins Lycée Jean Renoir in die Berlepschstraße.
Update: Wahrscheinlich der kleinste Flohmarkt der Welt mit gerade mal sechs, sieben Ständen. In drei Stunden zwanzig Euro verdient, vor allem mit Comics (Asterix, Lucky Luke, Iznogoud). Dazu ein paar Sartre, de Beauvoir und Djian verkauft, der Rest lag wie Blei, CDs gingen gar nicht. Am meisten nachgefragt: französische Kinderbücher und brave Literatur für geschniegelte Jugendliche. Damit konnte ich gar nicht dienen.

Montag, 18. August 2008

Montag, 4. August 2008

Samstag, 26. Juli 2008

Bitte weitersagen!

In der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ vom 6. Juli 2008 preist Nadine Oberhuber Guerilla-Shops wie unseren „100-Tage-Bookshop“ als neuesten Trend.

Mittwoch, 21. Mai 2008

100 Tage Sex?

„Im Kopf ist er Buchhändler geblieben. Und hängt schon neuen Ideen nach. Ein Laden, der nur ein einziges Buch führt vielleicht. Oder ein 100-Tage-Shop mit erotischer Literatur. Auf jeden Fall aber mit Blog-Begleitung. Vielleicht das Überraschendste an Popas 100-tägiger Kaufmannsgeschichte ist sein Fazit: 'Ohne das Internet wäre der Laden so nicht möglich gewesen.'“

Winfried Kretschmer in einer Reportage über die neue Arbeitswelt für ChangeX

Samstag, 10. Mai 2008

Role model

In meiner nächsten Buchhandlung trage ich nur noch solche Hemden wie Hugh Grant in „Notting Hill“ (heute abend, 22.55 Uhr, ARD) – oder ich glaube sogar, ich steige diesen Sommer grundsätzlich auf solche Hemden um, sobald ich wieder flüssig bin.

Sonntag, 20. April 2008

Cinderella in der Mensa

Klasse war's. Für einen Abend bin ich wieder zum Händler geworden und habe bei Nachtkonsum 2.0, dem Nightmarket in der LMU-Mensa, Bücher, Videos, CDs, Geschirr und Swarovski-Pflaster verkauft äh, nein, nicht zwingend verkauft, aber angeboten. Bei den Ally-McBeal-Videos haben mich die Studentinnen angegafft, als ob ich assyrische Keilschriftplatten anböte. Aus dem Freundeskreis waren nur f.k., Hans, Mirela und einige Bedienungen aus dem 61er und Nido da, aber Spaß hat's dennoch gemacht. Nicht zuletzt dank der regelmäßig nachgefüllten 50 Gramm Wodka. Um Mitternacht habe ich mich dann wieder in einen Journalisten zurückverwandelt und bin auf 'ne Studentenfete. Mit der halbvollen Liter-Flasche Absolut war ich ein willkommener Gast.

Update: Super-Mucke während des Flohmarkts, fast so gut wie die Musik bei mir im Laden, nur daß man in der Mensa zum Rauchen rausgehen mußte.)

Update zum Nachtkonsum 2009






Freitag, 18. April 2008

Kleines Comeback

Da man nie weiß, wozu man seine Fertigkeiten noch brauchen wird, steige ich morgen wieder in den Buchhändlerring: Beim Nachtkonsum 2.0, dem abendlichen Flohmarkt in der LMU-Mensa an der Leopoldstraße werde ich Samstag einen kleinen Stand haben. Für Besucher kostet das Ganze 2 Euro Eintritt, anfangen wird's um 19 Uhr, und Schluß ist zwischen Mitternacht und 3 Uhr früh. Bis morgen nachmittag kann hier in der Kommentarliste noch gewünscht werden, was ich mitbringen soll: Französische Belletristik, englische Sachbücher, Judaika, CDs mit Russenpop oder französischen Chansons, ein paar „Ally-McBeal“-Staffeln auf Video (OmfU), deutsche Literaturklassiker auf CD-Rom oder lieber ganz was anderes? Nur Wodka werde ich auf jeden Fall dabei haben, aber der wird nicht verkauft, sondern guten Freunden ausgegeben. 100 Gramm, zimmerwarm.

Sonntag, 6. April 2008

Rot-blaues Streitgespräch

Wenn der Darchinger Thomas nicht gerade wieder irgendeinen Fiesen vor der Kamera darstellt, produziert er einen nicht unsympathischen Videopodcast, der ganz anderen Fiesen gewidmet ist, den roten Schnöseln vom FC Bayern. „Wir elf“ heißt die recht erfolgreiche Internet-Show, und letztes Jahr suchte mich das Drehteam unangemeldet in meinem Buchladen auf. Entsprechend lange stand ich auf der Leitung, was interessiert es mich auch, wenn der FCB im Loser-Cup auf die Bolton Wanderers trifft, und so wie ich früher im Erdkundeunterricht immer auf die indischen Zwergelefanten oder die glorreichen Errungenschaften der Sowjetbevölkerung auswich, wenn mir zur tatsächlichen Frage des Lehrer keine Antwort einfiel, rettete ich mich diesmal vom Bayern-Thema zum TSV 1860 München. Nicht daß ich da unbedingt viel mehr Ahnung hätte, aber doch mehr Leidenschaft... Für eine Ausstrahlung hat's aber dennoch nicht gereicht, nicht einmal zum Derby neulich. Ich muß wohl noch an meiner Fernsehtauglichkeit arbeiten und vor allem dieses debile Grinsen abstellen.