„Kommt das hier richtig an, daß Du ein bißchen durchhängst?“, fragt mich heute ein weit entfernt lebender Freund. Nicht ganz, aber so ohne Internet am Arbeitsplatz spiegelt der Blog hier im Augenblick den Alltag kaum mehr wieder.
Natürlich ist es zwischen den Jahren deutlich ruhiger, zumindest was die Kundenfrequenz betrifft. Aber dafür gibt es um so mehr zu erledigen. Die Weihnachtsbücher und -karten wegpacken und durch die Sylvesterartikel ersetzen. Na ja, so viel Sylvester ist da nicht. Das einzige Bleigießset, bestehend aus einem Brevier, Löffel und ein paar Bleifiguren war binnen Minuten weg, aber immerhin haben wir noch ein paar ganz süße Neujahrskarten.
Dann hatte ich zu wenig Wechselgeld in der Kasse und ging mit dem Hunderter eines Kunden zur Bank. Mit den paar Kröten in der Kasse sah ich kein Risiko, weil der Hunnie mehr wert war. Daß ich die ganze Zeit mein deutlich wertvolleres PowerBook dem Unbekannten anvertraut hatte, fiel mir erst auf dem Rückweg ein. Aber Kunde und Computer waren bei meiner Rückkehr noch da.
Schließlich krachte es dann noch, eine Glühbirne platzte. Zwar habe ich die Scherben notdürftig entsorgt, aber Hundepfoten und nackte Leiber sollten den Fußboden bis auf weiteres meiden.
Morgen wird dann
Fred Kapinski seinen Schreibtisch im Laden beziehen, womit ich jetzt meinen eigenen Literaten habe, sozusagen den Ladenschreiber.
(Foto:
Enigma Photos/flickr)